Jugendhaus Café Ratz


Untertürkheim

Jugendliche klatschen sich ab

Antrag: Zukunft des Jugendhauses Café Ratz sichern – Interim und Perspektiven klären

Das Gebäude des Jugendhauses Café Ratz in Untertürkheim wird ab Mitte 2027 für voraussichtlich bis zu zwei Jahre energetisch saniert. Das Café Ratz erfüllt eine zentrale Funktion in der örtlichen Kinder- und Jugendarbeit und ist ein wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur im Stadtbezirk. Es ist daher zwingend erforderlich, dass das Angebot auch während der Sanierungsphase aufrechterhalten wird und weiterhin im Sozialraum Untertürkheim verortet bleibt. Eine Interimslösung ist somit frühzeitig zu planen.

Der bisherige Standort in Luginsland liegt in unmittelbarer Nähe einer Schule, allerdings hat sich die schulische Situation seit der Ansiedlung des Jugendhauses verändert. Während früher eine Hauptschule angebunden war, befindet sich heute lediglich eine Grundschule in direkter Umgebung. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob der Standort auch künftig noch optimal auf die Zielgruppe des Jugendhauses ausgerichtet ist.

Mit dem Kinobauerareal im Bereich des neuen Lindenschulcampus ergibt sich eine alternative Perspektive. Dort bestehen unmittelbare räumliche Bezüge zu weiterführenden Schulen, insbesondere zum Wirtemberg-Gymnasium sowie zur Linden-Realschule, die künftig als Chancenschule geführt werden soll. Damit wäre eine deutlich engere Anbindung an die zentrale Zielgruppe des Jugendhauses gegeben. Zudem befindet sich der Bestandsbau in einem guten und zeitgemäßen Zustand, sodass sowohl eine temporäre Nutzung als Interim als auch eine dauerhafte Nutzung grundsätzlich wirtschaftlich sinnvoll erscheinen.

Gleichzeitig ist bekannt, dass für das Kinobauerareal weitere Nutzungen, insbesondere Wohnbebauung, vorgesehen sind. Daher ist zu klären, wie diese Planungen konkret ausgestaltet sind und ob eine zeitweise oder auch dauerhafte Integration des Jugendhauses in ein entsprechendes Nutzungskonzept möglich ist, ohne die Gesamtentwicklung zu verzögern.

Darüber hinaus ist die Verwaltung gefordert, weitere potenzielle Standorte im Stadtbezirk offenzulegen und zu bewerten, die für eine Interimslösung des Jugendhauses grundsätzlich infrage kommen könnten.

Unabhängig vom gewählten Standort ist zu berücksichtigen, dass sich die Kosten einer Interimslösung in den gewährten Zuschüssen an die Jugendhausgesellschaft abbilden müssen. Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage der Landeshauptstadt Stuttgart ist sicherzustellen, dass durch ein Interim keine zusätzlichen Mehrkosten für den städtischen Haushalt entstehen und wirtschaftlich tragfähige Lösungen umgesetzt werden.

Wir beantragen einen Bericht der Fachverwaltung im nächstmöglichen Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen zu folgenden Punkten:

1.) Welches Nutzungskonzept verfolgt die Verwaltung für das Kinobauerareal im Bereich des Lindenschulcampus und inwiefern ist es möglich, das Jugendhaus Café Ratz dort während der Sanierungsphase ab Mitte 2027 temporär unterzubringen, ohne die geplanten Entwicklungen – insbesondere den Wohnungsbau – zeitlich zu verzögern. Zusätzlich ist zu prüfen, ob in diesem Zusammenhang auch eine dauerhafte Unterbringung des Jugendhauses im Kinobauerareal, gegebenenfalls im Rahmen einer Mischnutzung, denkbar und fachlich sinnvoll wäre?

2.) Für den Fall, dass weder eine temporäre noch eine dauerhafte Unterbringung im Kinobauerareal möglich ist, wird die Verwaltung gebeten darzulegen, welche alternativen Standorte im Stadtbezirk Untertürkheim für eine Interimslösung infrage kommen.

3.) Welche Kosten entstehen jeweils bei den in Betracht kommenden Varianten einer Interimslösung und inwiefern können diese durch die finanziellen Mittel der Jugendhausgesellschaft im Rahmen der bestehenden Zuschüsse gedeckt werden, ohne zusätzliche Belastungen für den städtischen Haushalt auszulösen?

Antragssteller: Michael Warth / Isabelle Weichselgartner / Dr. Klaus Nopper / Bianka Durst

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Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (51,3 KiB)

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