Stuttgarter Wein
Wengerter stärken

Antrag: Mehr Präsenz von Stuttgarter Wein in der Landeshauptstadt
Dem Weinbau geht es schlecht und das trifft die Stuttgarter Erzeuger durch die hohen, urbanen Erzeugungskosten extrem hart. Als eine der Identitätssäulen sind die Stuttgarter Weinberge für Image und Tourismus essenziell. Der möglichen Entstehung von großflächigen Drieschen und Brachen muss schnell entgegengewirkt werden.
Über Jahrhunderte war die Gesellschaft eng miteinander verbunden, der Kauf von lokalen Produkten wie auch Wein war selbstverständlich. Mit der strukturellen Veränderung der Lebensgewohnheiten und der sinkenden Wertschöpfung eigener Produkte sank jedoch der Bezug zum Stuttgarter Wein. Verstärkt durch rasant wachsende Reisen in vinophile Länder, wird mit südländischen Weinen mittlerweile eine Assoziation zum Urlaub verbunden. Wachsende Verdrängung aus der ortansässigen Gastronomie und den Veranstaltungen sind das Ergebnis. Der Absatz für die Stuttgarter Weinbauern schwindet.
Während fast alle weinbautreibenden Kommunen weltweit und auch in der unmittelbaren Umgebung ihre Produzenten schützen, ist dies in Stuttgart kaum der Fall. So findet man auf dem Stuttgarter Weindorf Weine aus ganz Württemberg und auf dem Fischmarkt Pfälzer Grauburgunder. Glühwein aus Weinen aller Länder zusammengepanscht, sind auf dem Weihnachtsmarkt die Regel. Ein trauriger Auftritt, wenn man bedenkt, dass die Landeshauptstadt die zweitgrößte Weinbaufläche einer Großstadt nach Wien in Europa hat. Bei ortsansässigen Brauereien scheint die Priorisierung in Stuttgart jedoch schon sehr gut zu funktionieren. Weinbautreibende Anbieter gibt es in Stuttgart ausreichend, eine Monopolisierung wäre daher ausgeschlossen.
Wir beantragen die Ausarbeitung und Vorstellung eines Konzepts im Wirtschaftsausschuss:
1.) Auf Veranstaltungen der Landeshauptstadt Stuttgart, Veranstaltungen auf Flächen im Eigentum der Landeshauptstadt, ihrer Beteiligungen und ihrer Eigenbetriebe sollen Weine von Betrieben mit ihrem Hauptsitz und der Mehrheit ihrer Weinbergsflächen in Stuttgart priorisiert werden.
2.) Die Verwaltung prüft, wie dahingehende Kriterien und Vorgaben im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten der Stadt umgesetzt werden können.
Antragssteller: Nicole Porsch / Michael Warth / Bianka Durst
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