Vereinsbäder


Betrieb 2027 sichern

Symbolbild für ein Schwimmbecken

Credits Bild: Mit Hilfe von KI erstellt

Interfraktioneller Antrag: Betrieb der vereinseigenen Schwimmbäder sicherstellen

In seiner Sitzung am 21. April 2026 wurde der Sportausschuss über die Situation bei den städtischen Betriebskostenzuschüssen für die vier vereinseigenen Schwimmbäder (Freibad ASV Botnang, Freibad MTV Stuttgart, Freibad SSV Zuffenhausen, Hallenbad SV Cannstatt) informiert. Der im Haushalt eingeplante Betriebskostenzuschuss für alle vier Bäder zusammen beträgt seit 2010 nahezu unverändert 729.900 EUR/Jahr. Auch in den Haushaltsjahren 2026 und 2027 ist jeweils dieser Betrag hinterlegt. Ein Ausgleich der Inflation und die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Kosten für Personal und Energie fanden im Haushaltsansatz bislang keine Berücksichtigung.

Der Zuschussbedarf der vereinseigenen Bäder übersteigt den genannten Haushaltsansatz seit Jahren deutlich, im Jahr 2026 voraussichtlich um nahezu 100 Prozent. In finanziell guten Jahren konnte das Delta zwischen Haushaltsansatz und tatsächlichem Zuschussbedarf aus dem Budget des Sportamts ausgeglichen werden. Diese Möglichkeit besteht heute nicht mehr, weil die Stadt sparen und ihren Haushalt konsolidieren muss.

Aus diesem Grund hat das Sportamt – wie in der Sitzung des Sportausschusses am 21. April 2026 angekündigt – Gespräche mit den Vereinen geführt. Dabei sollte die Gesamtsituation der vereinseigenen Bäder analysiert und eine Lösung für das weitere Vorgehen gefunden werden. Wie wir seit einigen Tagen wissen, haben die Vereine in den letzten Monaten zusammen mit dem Sportamt große Anstrengungen unternommen und erfolgreich nach Möglichkeiten gesucht, die zur Erhöhung ihrer Einnahmen und zur Senkung der Betriebskosten ihrer Bäder beitragen. So konnte das über den Haushaltsansatz hinausgehende Defizit in Höhe von ca. 710.000 EUR auf 320.000 EUR gesenkt werden.

Glücklicherweise konnte die Finanzierung der Betriebskosten für das Jahr 2026 im Doppelhaushalt 2026/2027 durch die Bereitstellung eines Einmalbetrags in Höhe von 710.000 EUR durch das Referat WFB gesichert werden. Was allerdings fehlt, ist eine Zusage der Stadt, dass sie die im Jahr 2027 über den Haushaltsansatz hinausgehenden 320.000 EUR für die vereinseigenen Bäder bereitstellt. Wir wollen, dass eine Entscheidung hierzu unmittelbar nach der Sommerpause getroffen wird. Unser Ziel ist, den Betrieb der vereinseigenen Schwimmbäder im laufenden Doppelhaushalt bis Ende 2027 zu sichern und rechtzeitig zu den nächsten Haushaltsplanberatungen ein Konzept für den Weiterbetrieb der vereinseigenen Bäder für die Jahre 2028 ff. vorgelegt zu bekommen.

Wir beantragen:

1.) Die Stadtverwaltung unterbreitet dem Gemeinderat unmittelbar nach der Sommerpause einen Vorschlag, wie der im Jahr 2027 benötigte überplanmäßige Anteil des Betriebskostenzuschusses für die vereinseigenen Schwimmbäder in Höhe von 320.000 EUR finanziert werden kann und führt eine Beschlussfassung zur überplanmäßigen Erhöhung des Zuschussansatzes für das Jahr 2027 herbei. Zur Finanzierung sollen im laufenden Jahr 2026 eingesparte Mittel für Zuschüsse an die Stuttgart-Marketing GmbH verwendet werden, da auf die Realisierung des Stuttgart-Sign verzichtet wird.

2.) Die Sportverwaltung wird darüber hinaus beauftragt, im konstruktiven Austausch mit den verantwortlichen Vereinen an der Konsolidierung der Vereinsbäder weiterzuarbeiten und eine mittel- bis langfristige Lösung für die Vereinsbäder zu entwickeln. Dafür prüft sie mit den beteiligten Vereinen auch Möglichkeiten zur Betriebskostensenkung durch energetische Sanierungsmaßnahmen und welche Fördermöglichkeiten dafür infrage kommen könnten. Die Verwaltung berichtet rechtzeitig dazu vor Beginn der Haushaltsplanberatungen 2028/2029.

3.) Im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für den kommenden Doppelhaushalt ist dafür Sorge zu tragen, dass der Stundensatz für den Schwimmunterricht von Schulen im Mombachbad beim SV Cannstatt ab 2028 der Höhe des Stundensatzes des Schulverwaltungsamtes in städtischen Bädern entspricht.

Antragssteller: Jürgen Sauer / Dr. Markus Reiners / Isabelle Weichselgartner

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Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (52,9 KiB)

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