Bismarckplatz


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Bismarckplatzseite wo der Wochenmarkt stattfindet

Credits Bild: Google Maps

Amtsblatt 14/2026

Mehr Ideologie als Beteiligung

Die CDU-Fraktion lehnt eine mögliche Umbenennung des Bismarckplatzes weiterhin entschieden ab. Was derzeit als vermeintlich ergebnisoffener Beteiligungsprozess gestartet wurde, wirkt wie eine von linker Ideologie geprägte Debatte, die an den Interessen der Bürger vorbeigeht.

Bereits im Jahr 2023 haben wir mit einem Informationsstand, Flyern und zahlreichen Gesprächen das direkte Gespräch mit den Menschen am Bismarckplatz gesucht. Das Ergebnis war eindeutig: Mehr als 1.600 Bürger haben sich gegen eine Umbenennung ausgesprochen. Die Unterstützung kam dabei quer durch das politische Spektrum. Eine deutliche Mehrheit der Menschen kann nicht nachvollziehen, warum die grün-linke Ratsmehrheit ausgerechnet dieses Thema mit solcher Intensität verfolgt.

Umso bemerkenswerter ist der nun gestartete Workshop-Prozess. Nach den Eindrücken der ersten Veranstaltung waren dort keine Anwohner des Bismarckplatzes oder der Bismarckstraße vertreten. Stattdessen prägten vor allem linke Aktivistengruppen die Diskussion, darunter auch Personen von außerhalb Stuttgarts. Wer echte Bürgerbeteiligung will, muss zuerst den Menschen vor Ort zuhören. Wenn die unmittelbar Betroffenen fehlen, während teils auswärtige Aktivisten den Ton angeben, fehlt einem solchen Prozess die Legitimation.

Hinzu kommt die finanzielle Seite. Eine Umbenennung bedeutet weit mehr als das Austauschen von Straßenschildern. Adressen müssen angepasst, Unterlagen geändert und Verwaltungsabläufe aktualisiert werden. Gleichzeitig bindet der gesamte Beteiligungsprozess Personal und Steuergeld. In Zeiten einer extrem angespannten Haushaltslage ist es schwer nachvollziehbar, warum hierfür Ressourcen bereitgestellt werden.

Der Bismarckplatz erfüllt seit Jahrzehnten eine wichtige Orientierungsfunktion und ist Teil der gewachsenen Stadtgeschichte. Straßennamen sind keine beliebig austauschbaren Etiketten. Sie dokumentieren historische Entwicklungen und machen Geschichte im Stadtbild sichtbar. Geschichte wird nicht verständlicher, indem man Namen entfernt. Sie wird verständlicher, indem man sie einordnet und erklärt.

Für die CDU-Fraktion bleibt deshalb klar: Der Bismarckplatz soll seinen Namen behalten. Die Haltung der Bürger ist eindeutig. Statt kostspieliger grün-linker Symbolpolitik sollte sich der Gemeinderat auf die Herausforderungen konzentrieren, die Stuttgart tatsächlich voranbringen.

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