Gewaltproblem


Schulen im Fokus

Symbolbild für das Gewaltporblem an Schulen

Credits Bild: Mit Hilfe von KI erstellt

Amtsblatt 10/2026

Gewalt an Schulen

Die Zahl der Gewalttaten an Schulen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – auch in Baden-Württemberg, wo zwischen 2022 und 2024 ein Anstieg von über 13 Prozent zu verzeichnen ist. Gleichzeitig nimmt die Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen weiter zu: Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2024 ist die Zahl tatverdächtiger Kinder unter 14 Jahren um 11,3 Prozent gestiegen, bei Jugendlichen um 3,8 Prozent. Die aktuelle PKS 2025 zeigt einen weiteren Anstieg bei den tatverdächtigen Kindern um 3,3 Prozent. Die Kriminalstatistiken belegen eindeutig: Gewalt unter Kindern und Jugendlichen ist längst kein Randphänomen mehr.

Erschreckend ist, dass Schulen immer öfter Schauplatz von eskalierenden Konflikten werden. Leider gehören körperliche Auseinandersetzungen, Bedrohungen, Mobbing und Einschüchterungen für viele Schüler zum Schulalltag. Hinzu kommen digitale Formen von Gewalt über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste. Besonders sensibel ist dabei der Bereich sexualisierter Gewalt unter Kindern und Jugendlichen: Die Übergriffe reichen von verbalen Belästigungen und digitalen Grenzverletzungen bis hin zu körperlicher Gewalt innerhalb der eigenen Altersgruppe. Für die Betroffenen bedeuten diese Erfahrungen häufig Angst, psychischen Druck, soziale Ausgrenzung und langfristige seelische Belastungen.

Doch nicht nur Schüler sind betroffen. Auch Lehrer sehen sich zunehmend Respektlosigkeit, Beleidigungen und körperlichen Übergriffen ausgesetzt – teilweise auch durch Eltern. Viele Pädagogen berichten von einer veränderten Stimmung im Schulalltag. Wenn diejenigen, die Wissen vermitteln und Werte vorleben sollen, selbst Ziel von Aggressionen werden, ist das ein Warnsignal. Schule kann ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag nur erfüllen, wenn Regeln akzeptiert und Grenzen eingehalten werden.

Auch Einrichtungen im schulischen Umfeld – beispielsweise freie Träger – verzeichnen zunehmend Fälle von körperlichen Konflikten, psychischer Gewalt und sozialer Überforderung.

Anzumerken ist noch, dass die Polizeiliche Kriminalstatistik lediglich das sogenannte Hellfeld abbildet. Viele Vorfälle werden aus Angst oder Unsicherheit nicht angezeigt. Das tatsächliche Ausmaß dürfte daher deutlich größer sein.

Umso wichtiger ist es jetzt, klare Grenzen zu setzen und jeder Form von Gewalt – ob körperlich, psychisch oder digital – entschieden entgegenzutreten.

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