Max-Eyth-See
Sicherheitsdienst

Antrag: Max-Eyth-See: Sicherheitsdienst unverzüglich wieder einsetzen
Der Max-Eyth-See ist eines der beliebtesten Naherholungsgebiete unserer Landeshauptstadt. Gerade in den warmen Monaten zieht er zahlreiche Besucher an. Gleichzeitig ist der See seit Jahren mit erheblichen Problemen konfrontiert: wilde Müllablagerungen, Restmüll, achtlos entsorgte Grillkohle, Lärmbelästigungen sowie Verstöße gegen die geltenden Nutzungsregeln beeinträchtigen die Aufenthaltsqualität, belasten die Anwohner und verursachen einen erheblichen Mehraufwand für die städtischen Dienste, den die zuständigen Ämter angesichts der angespannten Personalsituation allein nicht mehr bewältigen können.
Aufgrund dieser Entwicklung wurde bis Ende 2025 am Max-Eyth-See ein Sicherheitsdienst eingesetzt. Nach Einschätzung der zuständigen Fachämter hat dessen Präsenz maßgeblich dazu beigetragen, die Situation vor Ort zu stabilisieren, Regelverstöße zu reduzieren und die bestehenden Probleme spürbar einzudämmen. Im Zuge der unumgänglichen Haushaltskonsolidierung aufgrund der desolaten Finanzlage der Landeshauptstadt Stuttgart wurde der Sicherheitsdienst eingestellt.
Bereits die ersten warmen Wochen des Jahres 2026 zeigen nun deutlich, dass sich die Situation ohne die Präsenz eines Sicherheitsdienstes wieder erheblich verschlechtert hat. Vermüllung, zurückgelassene Grillreste, Lärmbelästigungen und Regelverstöße treten erneut in einem Ausmaß auf, die ein Gegensteuern erforderlich macht. Nach unserem Kenntnisstand würden die zuständigen Fachämter eine Wiedereinführung des Sicherheitsdienstes ausdrücklich begrüßen.Ebenso sieht der gesamte Bezirksbeirat vor Ort dringenden Handlungsbedarf. Hinzu kommt, dass sich inzwischen eine Finanzierungsmöglichkeit abzeichnet. Die im Doppelhaushalt beschlossenen zusätzlichen 2,5 Millionen Euro pro Jahr für die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS), die der Verbesserung der Stadtsauberkeit dienen sollen, eröffnen nach unseren Informationen ausreichende finanzielle Spielräume. Vor diesem Hintergrund erscheint es sachgerecht, die für den Sicherheitsdienst erforderlichen Mittel in Höhe von rund 150.000 Euro jährlich aus dem Wirtschaftsplan der AWS bereitzustellen.
Die Wiedereinführung des Sicherheitsdienstes wäre ein wirksamer Beitrag zur Sauberkeit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität am Max-Eyth-See. Sie würde die Arbeit der städtischen Ämter unterstützen, die Anwohner entlasten und dazu beitragen, Schäden und Folgekosten frühzeitig zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund schlagen wir vor, dass die Verwaltung die Wiedereinführung des Sicherheitsdienstes über die im Wirtschaftsplan der AWS verfügbaren Mittel schnellstmöglich umsetzt.
Abschließend sollte die derzeit defekte Schranke an der Haltestelle Wagrainäcker am Max-Eyth-See zur weiteren Verbesserung von Ordnung und Sicherheit zeitnah instand gesetzt werden.
Wir beantragen:
1.) Die Stadtverwaltung setzt den Sicherheitsdienst am Max-Eyth-See in der Form wieder ein, wie er bis Ende 2025 bestanden hat. Die Finanzierung erfolgt aus den der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) jährlich zusätzlich bereitgestellten 2,5 Millionen Euro zur Verbesserung der Stadtsauberkeit.
Sollte dazu ein Beschluss des Gemeinderats erforderlich sein, bitten wir die Verwaltung, den Antrag auf die Tagesordnung des Verwaltungsausschusses am 15.07.2026 zu setzen.
2.) Die Verwaltung veranlasst die Instandsetzung der derzeit defekten Schranke am Max-Eyth-See an der Haltestelle Wagrainäcker.
Antragssteller: Alexander Kotz / Dr. Markus Reiners / Jürgen Sauer / Anita von Brühl
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