Seilbahn für Stuttgart


Zukunftsvision

Interfraktioneller Antrag: Eine Seilbahn vom Ostendplatz bis zum Burgholzhof – ein Zukunftsprojekt für die Mobilitätswende in Stuttgart

Da die zukünftige Nutzung des Eiermann-Campus derzeit unklar ist, ist eine Seilbahntrasse von Vaihingen bis zum Eiermann-Campus aktuell nicht planbar. Dies haben auch Diskussionen vor Ort gezeigt. Stattdessen sollte eine bereits in der Machbarkeitsstudie „Seilschwebebahnen in Stuttgart“ hoch priorisierte Verbindung näher in den Blick genommen werden: eine Seilbahn vom Ostendplatz im Stuttgarter Osten bis zum Burgholzhof in Bad Cannstatt.

Wir sind uns bewusst: Angesichts der angespannten Haushaltslage ist eine kurzfristige Umsetzung nicht realistisch. Dennoch ist es wichtig, solche Zukunftsprojekte jetzt weiterzuverfolgen, um Stuttgart langfristig gut aufzustellen. Zudem wäre eine Förderung über Landesmittel denkbar. Es gilt, heute die Weichen für morgen zu stellen.

In der Machbarkeitsstudie „Seilschwebebahnen in Stuttgart“ wurde die Trasse Ostendplatz – Mineralbäder – Mittnachtstraße – Nordbahnhof – Pragsattel bereits untersucht. Ergänzend soll nun geprüft werden, inwiefern eine Verlängerung bis zum Burgholzhof realisierbar ist. Die vom Robert-Bosch-Krankenhaus in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie kann hierfür in die Planung einbezogen werden.

Der Burgholzhof ist ein beliebtes Ausflugsziel an den Weinbergen mit Blick ins Neckartal. Zudem würde das Robert-Bosch-Krankenhaus deutlich besser angebunden.

Diese Seilbahnstrecke hätte mehrfachen Nutzen:

1.) Neue leistungsfähige ÖPNV-Querverbindung zwischen Stuttgart-Ost, Rosensteinquartier, Pragsattel und Burgholzhof mit vielen Umsteigemöglichkeiten:
- Ostendplatz: U4, U9
- Mineralbäder: U1, U2, U11, U14
- Mittnachtstraße: U12 und künftig alle S-Bahnlinien
- Nordbahnhof: S4, S5, S6 sowie U7, U12, U15
- Pragsattel: U6, U7, U13, U15
2.) Direkte Anbindung des künftigen Rosensteinquartiers.
3.) Zusätzliche Talquerlinie: Wie die U13 bereits zeigt, bieten Talquerverbindungen hohe verkehrliche Nutzen. Zwischen Ost und Nord/ Nordwest bestehen bisher nur umwegige Verbindungen.
- Verkehrsentlastung: Attraktive Alternative zum Straßenverkehr.
- Stärkung des Standorts:
4.) Bessere Erreichbarkeit des Robert-Bosch-Krankenhauses.
5.) Direkte Anbindung des Burgholzhofs als Freizeit- und Ausflugsziel.
- Touristischer Mehrwert: Zusätzliche Attraktion für die Landeshauptstadt.

Die rund 6 Kilometer lange Strecke ließe sich voraussichtlich in etwa 15 Minuten Fahrzeit bewältigen – und wäre damit deutlich schneller als die bisherige Verbindung über den Hauptbahnhof.

Eine Seilbahn vom Ostendplatz bis zum Burgholzhof wäre ein Gewinn – für die Mobilitätswende, die Lebensqualität und die Attraktivität unserer Stadt.

In einem zweiten Schritt können wir uns die Erweiterung der Trasse vom Ostendplatz aus vorstellen.

Wir beantragen:

1.) Die Verwaltung berichtet noch vor den Osterferien 2026 im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik (STA) über den aktuellen Planungsstand möglicher Seilschwebebahnen in Stuttgart. Dabei soll insbesondere die Trasse Ostendplatz – Mineralbäder – Mittnachtstraße – Nordbahnhof Pragsattel vorgestellt werden.

2.) Die Verwaltung prüft und berichtet, inwiefern diese Trasse über das Robert- Bosch-Krankenhaus hinaus bis zum Burgholzhof verlängert werden kann und ob dieser Streckenabschnitt aufgrund einer möglichen Unterstützung durch das Robert-Bosch-Krankenhaus und des freieren Baufeldes evtl. auch ein erster Bauabschnitt sein könnte.

Antragssteller: Alexander Kotz / Beate Bulle-Schmid / Leonard Rzymann

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Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (78,7 KiB)

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