Temporäres Wohnen


Wohnen auf Zeit – DHBW

Antrag: Temporäres Wohnen beim neuen Innenstadt-Campus der Dualen Hochschule Baden-Württemberg ermöglichen

Der Gemeinderat stellt sich seit Jahren die Frage, wie die Bugwelle des großen Wohnraumbedarfs in Stuttgart verringert werden kann. Aus diesem Grund hat die CDU-Gemeinderatsfraktion bei den Haushaltsberatungen 2022/2023 angeregt, auf brachliegenden Flächen temporäre Bauten zum Wohnen zu errichten. Hierzu wurden finanzielle Mittel in Höhe von 10 Millionen Euro im städtischen Haushalt eingestellt, um möglichst rasch mit vorgefertigten Modulbauten Wohnraum auf Flächen zu schaffen, die eigentlich nicht zur dauerhaften Bebauung vorgesehen oder nicht dauerhaft dafür zur Verfügung stehen. Diese temporären Wohnflächen sollen genutzt werden, bis in ca. 10 - 15 Jahren neue dauerhafte Wohnflächen wie z. B. im Rosensteinquartier, am Eiermann-Campus oder im Neubaugebiet Schafhaus zur Verfügung stehen.

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) am Campus Stuttgart-Innenstadt beschäftigt sich ebenfalls mit dieser Frage, denn auf dem
angrenzenden Grundstück am Quartier Lerchen-, Hegel- und Seidenstraße, dem sog. Rotmannblock, besteht bis zum Bau des zweiten Bauabschnitts für ein weiteres Hochschulgebäude noch für mehrere Jahre eine freie Fläche. Derzeit plant dort die DHBW in Zusammenarbeit mit anderen Partnern die Realisierung eines Reallabors zum Thema „Mobile Living“.

Dieses Reallabor soll sich zu Forschungs- und Nutzungszwecken mit den Themen „Mobile Living“ und „Innovative Mobility“ beschäftigen. Insbesondere beim Thema „Mobile Living“ sollen neue Umsetzungskonzepte zur Zwischennutzung von nur temporär zur Verfügung stehenden Grundstücken in der Realität erprobt werden.

Wir als CDU-Gemeinderatsfraktion begrüßen dieses innovative Projektvorhaben. Zum einen aufgrund des dringenden Wohnungsbedarfs, denn gerade dieses Projekt zeigt, dass wir in Stuttgart doch mögliche Freiflächen für solche Bauvorhaben finden können. Zum anderen begrüßen wir dieses Projekt in Hinblick auf unseren Haushaltsantrag und die Einbettung des Bauvorhabens in der Stadt- und Quartierentwicklung im Areal, denn durch die Zwischennutzung würde eine langjährige Brachfläche endlich wieder sinnvoll genutzt werden.

Wir bitten daher um Berichterstattung bzw. Vorstellung durch die Projektträger (DHBW) und die Stadtverwaltung über den aktuellen Zwischenstand des
Projekts im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik am 31. Mai. 2022, wohlwissend, dass noch nicht alle Planungen abgeschlossen sind. Zudem
bitten wir, um eine erste Einschätzung der Verwaltung über die Realisierbarkeit des Projekts (insbesondere aus baurechtlicher Betrachtung und im Hinblick auf eine zeitnahe Umsetzung) sowie die Frage einer möglichen städtischen finanziellen Unterstützung aus dem beschlossenen Budget für temporäres Wohnen.

Antragssteller: Alexander Kotz / Dr. Carl-Christian Vetter

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Hier finden Sie den Antrag zum Downloaden:

Antrag als PDF (196,9 KiB)

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